Flagge der Freundschaft 17.Dez.2016

Das "Bulge Chapter" des Vereins der 106. Infanteriedivision  veranstaltete am Samstag, den 17. Dezember 2016, um 10.00 Uhr seine fünfte "Fahne der Freundschaft" (FOF) -Zeremonie und Gedenkfeier am Divisionsdenkmal in der Klosterstraße in St. Vith.
Anschließend folgt ein Empfang von Bürgermeister Christian Krings im Pip-Margraff Hotel im Zentrum der Stadt.

Der FOF Empfänger in diesem Jahr ist Solange Dekeyser, aktueller Präsident der Organisation "Wereth 11".
Sie war langjähriges Mitglied von Criba und ehemalige Mitarbeiter der American Battle Monuments Commission des
US Friedhof in Henri Chapelle.
Solanges Vater war auch in Flossenbürg, in der Nähe der tschechischen Grenze interniert.









Im Namen der 106th US Infanterie Division und ihrem Verband der Ardennen Offensive danken wir Ihnen für Ihr Kommen, um das Vermächtnis derer zu gedenken die bei der “Golden Lion Division” gedient haben

Am heutigen Datum, vor genau 72 Jahren, war der deutsche Gegenangriff, bekannt als die Ardennen Offensive, einen Tag alt. Es war einer der entscheidendsten Tage für die Division, denn am Morgen des 17. Dezembers 1944 hatte die Wehrmacht erfolgreich fast 7000 Soldaten in der Schneeeifel eingekesselt, nur ein paar Kilometer entfernt. An diesem Tage hatte der Krieg wieder einmal Sankt Vith erreicht und Pioniere und Schreibkräfte vom Divisionshauptquartier haben sich auf dem Prümerberg verschanzt um eine letzte Verteidigungslinie zu bilden. Der Kampf war kostspielig, blutig und hart. Die Kämpfe um Sankt Vith dauerten an bis in den späten Januar 1945, aber der Krieg selbst endete im Mai 1945.

Krieg schert sich nicht um Alter oder Stellung, er betrifft alle Beteiligten. Er betrifft die Männer an den Frontlinien, die durch das Trauma der Schlacht gehen und sich gegnerische Maschinengewehre und Artilleriefeuer entgegensehen. Er betrifft auch die lokale Bevölkerung, die in den Dörfern leben wo die Schlachten ausgetragen werden und Ihr Leben und Ihre Existenzgrundlage im unerbittlichen Schrecken des Krieges verlieren.

Innerhalb von nur 6 Monaten haben ungefähr 700 Männer der 106. Division ihr Leben gelassen. Jeder von ihnen war ein Sohn, ein Vater, ein Ehemann oder ein Bruder.

Ich möchte einigen von Ihnen meinen besonderen Respekt zollen. Ich möchte dass wir uns an Clifford J. Burrus aus Meckling, South Dakota, erinnern. Als er sich zum ersten Mal freiwillig für den Militärdienst meldete, war er wegen Nichteignung abgelehnt worden. Aufgrund eines Unfalls hatte er keinen rechten Zeigefinger und einen doppelten Leistenbruch. Als die Anforderungen 1943 gesenkt wurden, trat er, entschlossen und stolz seinem Land dienen zu können, der Armee bei. Er war ein 29jähriger einfacher Soldat und im Vergleich zu den 18 und 19jährigen Kameraden in seiner Einheit als “alter Mann” angesehen. Seine Einheit wurde nach Winterspelt zum Einsatz kommandiert, wo er zusammen mit 20 seiner Kameraden am 17. Dezember 1944 gestorben ist. Cliff, der Mann ohne Abzugsfinger, wurde zuletzt mit feuerndem Gewehr gesehen, als seine Position überrannt wurde. Erst 1946 konnte seiner trauernde Ehefrau die Bestätigung seines Todes mitgeteilt werden.

Dann gibt es das Leben von William H. Gordon Jr, ein junger, 24 Jahre alter Leutnant, aus Maryland. Er meldete sich freiwillig als er noch an der John Hopkings Universität studierte und wurde ein Offizier der Kampfpioniere. In Schönberg am 18. Dezember 1944 wurde er gefangengenommen. Nach einigen Monaten in einem deutschen Kriegsgefangenenlager war er am 5. April 1945 in einer Gruppe von gefangenen amerikanischen Offizieren auf einem Gewaltmarsch durch einen Vorort von Nürnberg in Deutschland unterwegs. Der Krieg war schon fast vorbei. An diesem Tag haben 1000 B-17 Bomber die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Leutnant Gordon und seine Gruppe waren mitten in dem Bombardement. Er hinterließ eine Frau und einen neugeborenen Sohn, welcher 3 Wochen vorher geboren wurde. Leutnant Gordon hat seinen Sohn nie gesehen. Sie glaubten an die Erfüllung ihrer Pflicht, für eine gerechte Sache, um die Wiederherstellung des Weltfriedens.

Solange wir uns an sie erinnern, sind sie nicht fort. Dies ist unsere Pflicht an Ihnen

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Carl Wouters, 17. Dezember 2016 – Flag of Friendship.






Im Namen des US Memorial Wereth Komitee,

möchte ich Carl Wouters, Doug  Mitchell,

Mitglieder des BELGIAN Chapter of the 106th Division Association danken

Wir begrüßen auch besonders den Bürgermeister von ST-Vith, Herr Christian Krings.

 Es ist uns eine große Ehre die fünfte „Flagge der Freundschaft“ von Ihnen überreicht zu bekommen.

 Der NAME spricht für sich: das Team des Vereins des Bulge Chapter der 106ten Division, verfolgt dasselbe Ziel wie unsere Vereinigung des US- Denkmal in Wereth.

Die Erinnerung an diese Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren.

 Die Verbindung von diesem Denkmal zu dem , das mein Vater in Wereth errichtet hat, beruht sich darauf, dass das 333ste Feldartillerie Bataillon zur Unterstützung der 106ten Infanterie Division eingesetzt wurde.

Zusammen haben sie gekämpft, zusammen sind sie verwundet worden, zusammen sind sie getötet oder gefangen genommen worden.

 All diese Soldaten kamen nach EUROPA, in unserem kleinen LAND BELGIEN um für unsere Freiheit zu kämpfen.

 Viele von Ihnen haben ihr wertvollstes Gut verloren,........IHR LEBEN!

 Es ist unsere Pflicht die Erinnerung zu erhalten und alles einzusetzen um das Geschehene zu verewigen.

 

VERGESSENHEIT würde SIE zum zweiten Mal töten!

 

Nochmals vielen Dank Carl, Doug, Hr. Krings, alle treue Fahnenträger,der Color Guard und ihr alle für eure Unterstützung in der Erinnerungspflicht.